So entstresst & heilt unsere Atmung

Stress am Arbeitsplatz? Plötzlich fallen uns dringende Aufgaben ein, die Deadline steht kurz bevor, wir geraten unter Druck? Das Leben fordert uns gerade mehr ab, als wir gefühlt noch händeln wollen und können? Die letzte Auszeit ist viel zu lange her, wir fahren zu lange schon mit "Bleifuß"? Nummer 1 in einem solchen Fall: tief Durchatmen! Die kraftvollste Eigenschaft, die uns ermöglicht, selbst in stressigen Situationen leistungsfähig und konzentriert zu bleiben, ist es stets immer wieder in deinen

aktiven Handlungsraum zurückzufinden. Richtig, und dieser liegt ganz exakt im gegenwärtigen Moment. Wenn dir diese Fähigkeit gerade noch wie eine nicht greifbare Floskel aus einem Selbsthilfeseminar vorkommt, keine Sorge. Denn es ist wie mit jeder wirkvollen Routine, sie lässt sich einfach antrainieren.


Geht es nun darum deine perönliche Achtsamkeit zu trainieren, spielt der Atem eine entscheidende Rolle. Schließ­lich ist er dein "Anker", der dich immer in den gegenwär-tigen Moment bringt, ins Hier und Jetzt. Du kannst weder in der Ver­gan­gen­heit, noch in der Zukunft atmen. Wenn du also das nächste Mal das Gefühl hast, mit deiner Auf­merk­sam­keit irgendwo zu sein, nur nicht hier, lege deine Hände sanft auf deinen Bauch.


Spüre den Kon­takt zwi­schen Hand­flä­che und Bauch­de­cke. Atme nun einige Male tief ein und voll­stän­dig aus. Nimm dabei ganz bewusst wahr, wie dein Atem seinen Weg durch die Nase, über die Luftröhre, Lungen - wieder zurück über die Luftröhre und hinaus über den Mund nimmt. Achte auf eine möglichst tiefe Atmung, gefühlt bis ins Becken hinunter.

Ein­at­men — Bauch­de­cke hebt sich. Aus­at­men — Bauch­de­cke senkt sich.


Schnell wirst du merken, dass diese Übung deine gesamte Auf­merk­sam­keit erfor­dert. Das ist dein Anker. Der Atem führt dich ins Hier und Jetzt zurück.


Besonders bei Stress oder Überforderung werden die Atemzüge kürzer und flacher. Über längere Dauer hinweg atmen wir kaum mehr tiefer als bis zum Ende der Rippenbögen. Wir "stecken" gefühlt fest, was sich nicht zuletzt mental und in deinen Aufgaben bemerktbar macht. Der verminderte Sauerstoffgehalt führt zu Kopfschmerz und Konzentrationsschwäche. Eine bewusste, tiefe Atmung wirkt befreiend, beruhigt unser vegetatives Nervensystems und öffnet uns wieder für neue Ideen und Lösungsansätze.


Die Expertin Rebekka Thommen geht sogar noch einen Schritt weiter:

"Eine eingeschränkte Atmung könne eine Belastung für das Herz sein, muskuläre Verspannungen im Oberkörper verstärken, zu Müdigkeit führen und die geistige Kapazität beeinträchtigen. Da die Atmung unser wichtigster Entgiftungskanal ist und rund 70 Prozent der Toxine über sie ausgeschieden werden, hat das flache Atmen einen negativen Einfluss auf unser gesamtes Immunsystem."


Die positiven körperlichen Auswirkungen tiefer Atmung, wie Senkung des Blutdrucks, der Herzfrequenz und die Linderung von chronischen Schmerzen, sind mittlerweile gut bekannt. Weniger verbreitet ist jedoch, dass die Art, wie man atmet, auch mit Emotionen korreliert. In speziellen "Breathwork" Workshops lässt man bewusst von dem unterdrücken ungewollter Emotionen los und konzentriert sich sehr stark auf intensive Atemtechniken. Dabei können tiefsitzende Blockaden gelöst und Selbstheilungsprozesse angestoßen werden. Meine persönliche Empfehlung: https://www.gethighonyourownsupply.de/ Philip Friedel, "Get-high-on-your-own-supply" München


Und nicht zuletzt führt eine Stressreduktion durch die Unterstützung einer gesünderen Atmung und Entspannung des Nervensystems auch zu einer Regulation der Hormondysbalancen. Solltest du dir hier Unterstützung wünschen oder dich einfach zu dem Thema mit mir austauschen wollen, freue ich mich jederzeit über deinen Kontakt.

https://www.jfernandez.info/


Quickie für dich:

4-7-8 Atemübung


1) Bevor du beginnst mit dieser Atemübung, achte auf einen bequemen Sitz und achte auf eine Umgebung, die es dir erlaubt mehrere Minuten ungestört zu sein.

2) Lege deine Hände auf den Oberschenkeln ab, deine Zunge entspannt in deinem Mundraum. Lockere das Kiefer

3) Atme nun aus, bis deine Lungen vollkommen leer sind

4) Atme langsam durch die Nase ein - zähle innerlich mit, 4 Sekunden lang

5) Halte dann den Atem 7 Sekunden lang an, bleibe dabei ganz entspannt.

6) Atme nun 8 Sekunden lang kräftig durch den Mund aus. Wenn dir dabei ein Säufzer auskommt, ist das absolut fein. Diese Art von Tönen hat einen weiteren Entspannungseffekt auf unser System, du lässt aktiv los.

7) Wiederhole das Ganze mindestens 4-5 mal.



(Julia Fernandez Coaching | Yogatherapie & Natürliche Hormonbalance)





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